Iovialis
Wortbedeutung
Das lateinische Wort "iovialis" bedeutet "zu Jupiter gehörend" und wurde im Deutschen zu "jovial". Das wiederum wird als "froh, heiter, leutselig, gönnerhaft" interpretiert. Seit dem 18. Jahrhundert ging das Wort "jovialisch", französisch jovial und italienisch gioviale in seiner Bedeutung auf den lateinischen Ursprung "iovialis" zurück.
Für die Bedeutungsübertragung war die mittelalterliche Astrologie verantwortlich, die den nach dem römischen Göttervater benannten Planeten Jupiter als Ursache für menschliche Fröhlichkeit und Heiterkeit ansah und danach den Heiteren mit "iovialis" "der im Sternbild des Planeten Jupiter Geborene" bezeichnete.
Ferner werden mit dem Wort altruistische Ziele verbunden, wobei sich die Einstellungs- und Handlungsgrundlage an den Interessen anderer orientierte.
Ebenfalls wird der Eudämonismus als Lehre vom Erlangen der Glückseligkeit auf individuellem oder kollektivem Weg mit dem Wort verknüpft. Die individuelle Variante des Eudämonismus zeigt meist hedonistische Grundzüge, die sinnliche Freude gilt als wesentliche Grundlage des Glücks. Unter den oft widrigen gesellschaftlichen Bedingungen könnte das Glück nicht unmittelbar, sondern, durch listigen Einsatz des Verstandes erreicht werden. Die Ausprägung des Eudämonismus im kollektiven Sinne wird meist als Utilitarismus bezeichnet.
Der Utilitarismus wurde als ethische Auffassung begründete, nach der "das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl" Ziel des Handelns sein sollte. Der Utilitarismus wird als Erfolgsethik verstanden, deren Sinn darin liegt, dass der Einzelne über das Gemeinwohl sein eigenes Wohl förderte.
Der Utilitarismus kehrt die Moral des Liberalismus formal um, der davon ausgeht, dass das Handeln im eigenen Interesse letztlich auch für das Gemeinwohl am ergiebigsten sei.
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