Home
Wortbedeutung
Leseprobe
Downloads
Grundeinkommen
Bestellung
Impressum


 

Bombendrohung

Leseprobe aus dem Buch

Ich sitze mit einigen meiner Redaktionskollegen zusammen und spreche über das Bekennerschreiben. Wir überlegen, ob man nicht doch die Polizei darüber informieren sollte. Vielleicht ist ja doch etwas an der Sache. Ein Kollege ruft bei der Kripo an. Unser Anruf wird ziemlich ernst genommen, und einige Minuten später sind zwei Polizisten da, die den Brief abholen. Von den beiden Beamten erfahren wir, dass es in dieser Sache bisher noch keinen Hinweis gab. Als die Polizisten wieder weg sind, setzen wir uns sofort ins Auto und fahren zum Bahnhof.

Als Wir ankommen, ist es 15:30 Uhr. Von der Polizei ist noch nichts zu sehen. Das Schießfach mit der Nummer 7, in welchem die Bombe liegen soll, ist verschlossen und schon länger als 48 Stunden belegt, was durch die Aufforderung zur Gebührennachzahlung zu erkennen ist. Doch eine Bombe?

Jetzt endlich, gut 45 Minuten nachdem wir die Polizei informiert haben, betreten zwei uniformierte Beamte den Bahnhof. Als auch sie das Schließfach Nr. 7 verschlossen sehen, räumen sie sofort den Bahnhof. In den nächsten 20 Minuten fahren mehr und mehr Polizisten in Streifenwagen und Zivilautos vor, gegen 16:00 Uhr sind um die 30 Polizeibeamten und zwei Krankenwagen vor Ort und auch das Gelände rund um den Bahnhof ist großräumig abgesperrt. Auf der Straße vor dem Bahnhof dürfen nur noch Linienbusse fahren, ankommende Züge müssen 150 Meter vor dem Bahnhof halten.

Von einem Polizeibeamten erfahren wir, dass bereits Spezialisten vom LKA unterwegs sind, um die angebliche Bombe zu entschärfen. Diese treffen auch gegen 17.00 Uhr, eskortiert von einer Motorradstreife, ein...

APO ?Die junge Schussenrieder Zeitung, Ausgabe 2/97 vom 5.6.1997