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Jörg Drescher
Landsberger Str. 110
53119 Bonn
Deutschland

Stand: 10.03.2017

 

Was es mit 'iovialis' auf sich hat

Vor über 20 Jahren las ich einmal über einen "Jovialisten", ohne dass definiert wurde, was ihn ausmache. Mein Grundgedanke war, dass ein "Humanist" eine "humane" Person sei, beziehungsweise eine Person, die den "Humanismus" vertritt, ein "Sozialist" eine "soziale" Person, beziehungsweise eine Person, die den "Sozialismus" vertritt usw. Also dass es entweder eine Eigenschaft der Person wäre, oder die Person eine auf dem jeweiligen Adjektiv basierende Geisteshaltung und Lebenseinstellung vertritt.

Und so begann ich damals zu recherchieren, was es mit dem Wort "jovial" auf sich hat. Dabei stellte sich heraus, dass das Wort eher abwertend für Menschen verwendet wird, die "herablassend wohlwollend, gönnerhaft und leutselig" seien. Doch die Ursprünge dieses Adjektivs gehen auf das lateinische Wort "iovialis" zurück, das "zu Jupiter gehörend" bedeutet. Dabei wurde in der mittelalterlichen Astrologie die Ursache für menschliche Fröhlichkeit und Heiterkeit dem Planeten Jupiter zugeschrieben. Und da der Planet nach dem römischen Göttervater benannt war, interessierte mich, für was der altrömische Gottesvater noch stand.

Wie sich zeigte, gab es den Glaube, dass Jupiter Eidbrüchige mit Blitzen bestrafte. Entsprechend interessierte ich mich für die Amtseide im Recht. Darunter waren mehrere, in denen sich die Eidesleistenden dem Gemeinwohl verpflichten müssen. Damit war der Bogen für mein "philosophisches Projekt" geschlagen, bei dem ich mich mit den Inhalten, Auslegungen und Umsetzungen von Amtseiden beschäftigen wollte. Da ich davon ausging, dass dies ein dauerhaftes Unterfangen würde, nannte ich es "Projekt Jovialismus".